Aktionswochen gegen Rassismus

Liebe Bielefelderinnen und Bielefelder,
unsere Stadt blickt auf eine lange Geschichte des Engagements für Offenheit und gegen Diskriminierung zurück. Seit vielen Jahren setzen sich zahlreiche Initiativen, Einrichtungen und engagierte Einzelpersonen in diesem Sinne ein. Die Aktionswochen gegen Rassismus sind ein fester Bestandteil dieser Tradition und stehen seit Jahren für eine klare Haltung gegen Ausgrenzung.
Dabei sind die Aktionswochen längst mehr als eine Abfolge einzelner Veranstaltungen. Sie schaffen Räume für Austausch und Begegnung, stoßen Debatten an und eröffnen neue Perspektiven. Gleichzeitig machen sie sichtbar, wo Menschen in unserer Stadt Diskriminierung erfahren – im Alltag, in Institutionen oder durch bestehende Strukturen. Indem Akteurinnen und Akteure aus Zivilgesellschaft, Bildung, Kultur, Politik und Verwaltung zusammenkommen, leisten die Aktionswochen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des demokratischen Miteinanders in Bielefeld – auch über die Stadtgrenzen hinaus.
Gerade angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen ist es wichtig, nicht wegzuschauen. Rassismus zeigt sich nicht nur im individuellen Handeln, sondern ist häufig in Routinen, Regelungen und Machtverhältnissen verankert. Eine lebendige Demokratie lebt davon, dass solche Strukturen benannt, hinterfragt und verändert werden. Die Aktionswochen möchten dazu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen, zuzuhören und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
Wir laden alle Bielefelderinnen und Bielefelder herzlich ein, sich zu beteiligen und mitzudiskutieren: Wo fühlen sich Menschen in unserer Stadt ausgeschlossen? Was braucht es, um Zugänge zu Bildung, Arbeit, Wohnen und politischer Mitbestimmung fair zu gestalten? Und wie kann der gesellschaftliche Zusammenhalt in unseren Stadtteilen langfristig gestärkt werden?
Wir danken allen, die die Aktionswochen mit ihrem Engagement möglich machen, sowie allen, die sich einbringen – sei es durch Organisation, Teilnahme oder kritische Beiträge. Seien Sie dabei und setzen Sie gemeinsam mit uns ein Zeichen für eine offene Stadtgesellschaft, in der Vielfalt anerkannt und Diskriminierung entschieden entgegengetreten wird – während der Aktionswochen und darüber hinaus.
Dr. Christiana Bauer, Oberbürgermeisterin der Stadt Bielefeld / Prof. Dr. Angelika Epple, Rektorin Universität Bielefeld / Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Hochschule Bielefeld
2026 finden die 11. Bielefelder Aktionswochen des Netzwerks rassismuskritischer Arbeit statt.
Seit 2011 engagiert sich das Netzwerk rassismuskritischer Arbeit gemeinsam mit Organisationen aus Sozialer Arbeit, Bildung, Kultur, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft für eine diskriminierungsfreie, solidarische Stadtgesellschaft.
Im Fokus des Netzwerks stehen die Perspektiven von Menschen, die von rassistischer Diskriminierung betroffen sind. Ziel ist es, Rassismus sichtbar zu machen, Betroffene zu stärken, diskriminierende Strukturen kritisch zu hinterfragen und Handlungsmöglichkeiten für eine demokratische Gesellschaft zu entwickeln.
Veranstaltungszeitraum
Die Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus finden jährlich vom 01. März bis zum 30. April statt.
Die zentrale Hauptveranstaltung wird jedes Jahr am 21. März durchgeführt – dem Internationalen Tag gegen Rassismus.
Über die Aktionswochen
Die Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus bündeln zahlreiche Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet – darunter Workshops, Vorträge, Aktionstage sowie Kunst- und Kulturangebote. Sie schaffen Räume für Austausch, Information und Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung.
Veranstalter der Bielefelder Aktionswochen ist das Netzwerk rassismuskritischer Arbeit. Die Koordination der Aktionswochen erfolgt durch das Kommunale Integrationszentrum.
Hinweis für Veranstalter*innen
Die Aktionswochen leben vom Mitmachen.
Möchten Sie eine eigene Veranstaltung anbieten? Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen sind herzlich dazu eingeladen Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswochen anzumelden.
Für die Berücksichtigung beim Pressetermin ist eine Anmeldung bis zum 18.02.2026 erforderlich. Spätere Anmeldungen sind möglich – für die Veröffentlichung im Online-Kalender gilt eine Bearbeitungsfrist von mindestens zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin.
Hier einige Eindrücke von der Hauptveranstaltung am 21. März:
Postkarte Aktionswochen 2026 Download
Poster Aktionswochen 2026 Download




