KIM-Case Management
KIM-Case Management – Orientierung am Einzelfall
Das KIM-Case Management bildet mit seiner Orientierung am Einzelfall eine zentrale Ebene des Kommunalen Integrationsmanagements. Es richtet sich an Menschen mit Einwanderungsgeschichte und besonderen Unterstützungsbedarfen – beispielsweise aufgrund vielfältiger und komplexer Bedarfssituationen oder einem längeren Integrationsprozess. Konkret geht es darum, dass Menschen eine Ansprechperson für die unterschiedlichen Belange im Integrationsprozess haben, sodass Hilfsangebote zielgerichtet angesteuert und miteinander verzahnt werden können. Ressourcen der Hilfesuchenden und des Hilfesystems werden so effektiver eingesetzt und die individuellen Selbsthilfepotenziale gestärkt.
Entscheidend fungiert das KIM-Case Management zudem als Impulsgeber für die Weiterentwicklung von Angeboten und Leistungen im Handlungsfeld Integration. Anhand von Einzelfällen können aktuelle Bedarfslagen und Probleme analysiert und auf die Strukturebene bzw. zur Entscheidung durch die Lenkungsgruppe und politische Gremien übertragen werden.
Hauptverantwortlich für das KIM-Case Management ist das Sozialamt in Zusammenarbeit mit der Rege mbH.
Das Bürgeramt (Ausländerbehörde und Einbürgerungsstelle) ist Teil des KIM-Prozesses, insbesondere mit dem Fokus auf die rechtliche Verstetigung von Integration.
Informationen zum KIM-Case Management sowie die Übersetzung in mehrere Sprachen finden Sie im Downloadbereich.
Der Weg ins KIM-Case Management
Das KIM-Case Management kann sowohl von Menschen mit Einwanderungsgeschichte selbst als auch von Beratungsstellen und anderen Fachkräften, für die von ihnen beratenen oder betreuten Personen angefragt werden. Insbesondere wenn Unterstützungsbedarfe über die Zuständigkeit einzelner Beratungsstellen hinausgehen und eine abgestimmte Unterstützung erforderlich ist, kann eine Anfrage sinnvoll sein.
Dabei ersetzt das KIM-Case Management keine spezialisierte Fachberatung. Die Expertise der Beratungsstellen und Fachkräfte bleibt weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Unterstützung. Während diese ihre fachliche Beratung gezielt einbringen, übernimmt das KIM-Case Management die übergreifende Koordination und trägt dazu bei, dass verschiedene Unterstützungsangebote möglichst gut ineinandergreifen und die betroffenen Personen bedarfsgerecht begleitet werden.
So funktioniert das Aufnahmeverfahren:
- Klärungsbogen ausfüllen und per E-Mail an KIM-CM@bielefeld.de senden.
- Nach Eingang Ihrer Anfrage vereinbaren wir einen Termin für ein Erstgespräch.
- Gemeinsam prüfen wir, ob das KIM-Case Management das passende Unterstützungsangebot ist und eine Aufnahme erfolgen kann.
Voraussetzung für die Aufnahme ist ein gewöhnlicher Aufenthalt in Bielefeld.
Die Inanspruchnahme des KIM-Case Managements ist freiwillig und kostenlos.

