Impressionen zur Hauptveranstaltung der Aktionswochen gegen Rassismus

Am Freitag, 24. März, fand die Hauptveranstaltung der diesjährigen Aktionswochen gegen Rassismus auf dem Bielefelder Jahnplatz statt. Organisiert von der AG Öffentlichkeitsarbeit des Bielefelder Netzwerks rassismuskritische Arbeit wurde am Nachmittag ein abwechslungsreiches Programm für alle Bielefelder*innen geboten. Besonders in diesem Jahr war neben dem guten Wetter zur Veranstaltung das 10-jährige Jubiläum der Bielefelder Aktionswochen.

Die Grußworte wurden auch in diesem Jahr vom Sozialdezernenten Ingo Nürnberger sowie der Integrationsratsvorsitzenden Murisa Adilovic übernommen. Herr Nürnberger betonte darin: „Wir alle tragen Verantwortung. Keiner von uns ist frei von Vorurteilen, aber wir können alle darüber nachdenken, wie wir Vorurteile und Diskriminierung vermeiden. (…) Rassismus schadet der ganzen Gesellschaft. Der Einsatz gegen Rassismus ist nicht nur eine Aufgabe für einige wenige, sondern für uns alle. Wir benötigen vielfältige Angebote, um Betroffene zu unterstützen, aber auch für alle anderen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen. Deshalb sind auch die Antirassismus-Wochen so wichtig. Das Schaffen von Netzwerken kann Hoffnung geben. Wir müssen einander den Rücken stärken.“

So vielfältig wie die Bielefelder Stadtgesellschaft sollte auch das Programm der Hauptveranstaltung sein. Zahlreiche Künstler*innen aus der Region traten dafür auf, wie zu Beginn Luisa Laakmann mit ihrer akustischen Gitarre und deutschsprachigem Gesang, inspiriert von portugiesischen und südamerikanischen Einflüssen. Anschließend berichtete die Poetry Slammerin Dila Demir in ihrem Beitrag mit gewollt scharfer Zunge über ihre schulischen Erfahrungen als Mädchen mit Migrationshintergrund. Die Gruppe Murga Los Amaneceres lieferte vor der Bühne eine bunte Tanzeinlage mit Trommelmusik für die kleinen und großen Bielefelder*innen und lud diese zum Mitmachen und Mittanzen ein. Die Band D.E.M und anschließend DJane Dilara Dilosaurier brachten das Publikum mit ihren Liedern zum Tanzen.

Ein weiteres Highlight war die Darbietung der Kinder und Jugendlichen aus dem Projekt „Angekommen“, teilweise auch unter der Beteiligung von jungen Familienangehörigen, die sehr eindrucksvoll eigene Gedichte und Gedanken vortrugen. Die Bielefelder Band Rewind spielte Coversongs alter Hits sowie eigene Songs und brachte eine rockige Atmosphäre auf den Jahnplatz. Zum Abschluss des Bühnenprogramms boten die Tänzerinnen von Connecting Family zu eingängigen Beats eine aufregende Bühnenshow und rissen das Publikum mit sich.

Begleitend zum Bühnenprogramm wurden Bastel- Mal- und Spielangebote für Kinder vom Jugendwerk der AWO und der AWO Freiwilligenakademie angeboten. Außerdem gab es eine Postkartenaktion der AWO mit Statements dazu, was sich die Menschen von der Politik im Kampf gegen Rassismus erhoffen, die dann an die zuständigen Bundestagsabgeordneten übergeben werden sollen. Für das Publikum gab es Berliner, die von der Bäckerei Pollmeier kostenlos zur Verfügung gestellt wurden, sowie vegane Waffeln und Getränke, die durch den Mädchentreff e.V. und das KI Bielefeld bereitgestellt wurden.

Abends bestand eine weitere Möglichkeit gemeinsam ein Zeichen gegen Rassimus zu setzen und das 10-jährige Bestehen der Aktionswochen zu feiern, mit der Jubiläumsparty in der Location Nr.z.P. (Nummer zu Platz), in der bis tief in die Nacht getanzt wurde.

Danke an all die Unterstützer*innen, die dabei geholfen haben am Freitag ein entschiedenes Zeichen gegen Rassismus zu setzen und damit zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.