Migrant*innenorganisationen in Umbruchzeiten – Impressionen zum großen Fachtag im Rathaus am 1. Dezember

PlakatMO

Wie arbeiten Migrantenorganisationen und Regel-Einrichtungen zusammen? Wie fließen wichtige Themen, wie Alter, Beruf, Gesundheit, ehrenamtliches Engagement in die Arbeit der Vereine ein? Und welche Herausforderungen bestehen in der Zusammenarbeit? Zu diesen Fragen tauschten sich  mehr als 100 Teilnehmer*innen  von Migrant*innenorganisationen (MO), aus der Verwaltung sowie aus sozialen Einrichtungen und Institutionen im Ratssaal aus.

Mit dabei waren Vertreter*innen aus über 75 migrantischen Vereinen und Organisationen (MO) aus unserer Stadt. Sie alle stellen seit vielen Jahren wichtige Kooperationspartner*innen in der Integrationsarbeit dar. Ziel des Fachtages war es, bewährte Strukturen neu zu beleben und den Fokus auf Zusammenarbeit zwischen den Regeldiensten, Trägern, sozialen Einrichtungen und MO zu legen.

Şenol Keser führte als Moderator durch den Nachmittag , der von Margarita Bergen im Kommunalen Integrationszentrum (KI) Bielefeld in Kooperation mit dem Netzwerk der Migrant*innenorganisationen, Integrationsagenturen, der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände (AGW), dem IBZ und dem Bielefelder Jugendring e.V. vorbereitet und durchgeführt wurde.

Zu Beginn der Veranstaltung nutzten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich und die Arbeit der Vereine und Einrichtungen an Info-Ständen zu präsentieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss eröffnete Ingo Nürnberger, Erster Beigeordneter der Stadt Bielefeld, die Veranstaltung und begrüßte die Teilnehmer*innen. Justine Krause aus dem KI Essen berichtete über die Zusammenarbeit mit MO in der Ruhrgebiets-Metropole. Dabei betonte sie die Bedeutung der institutionellen Förderung von Migrantenorganisationen und fügte Bespiele von sozialraumorientierten Kooperationen in der Integrationsarbeit an.

Im anschließenden Podiumsgespräch haben die Mitwirkenden aus der Zusammenarbeit berichtet, wie neue Formen der Vernetzung und Kooperation in den heutigen Zeiten wirkungsvoll vorangebracht werden können. Es ging den Mitwirkenden zudem darum aufzuzeigen, welcher Unterstützung, d.h. Infrastruktur, Ressourcen und Instrumente es bedarf, um eine gleichberechtigte Partizipation von MO dauerhaft zu erreichen und sicherzustellen.

Darin wirkten Roxana Lange und Oleksandr Zyma von der Deutsch-Ukrainischen-Gesellschaft Bielefeld e.V. und Franz Schaible, Stiftung Solidarität, mit sowie Paul Plaßmann aus dem Projekt „Guter Lebensabend“ und Sandrin Gaedi (BiNeMo e.V.). Auch die stadtteilorientierte Arbeit war vertreten mit Filiz Kutluer (Bethel.regional).

Um die Zusammenarbeit der Einrichtungen und Vereine weiter voranzutreiben, wurden im dritten Teil der Veranstaltung Kleingruppen gebildet, die sich an folgenden Fragen orientierten: Welche Herausforderungen sind Ihnen bei der Entwicklung von Kooperationen oder in der Zusammenarbeit begegnet? Was wünschen oder brauchen Sie für die Verbesserung oder Entwicklung von Kooperation? Welche Beispiele guter Praxis kennen Sie? Die Teilnehmer*innen tauschten sich aktiv zu den Themen aus.

Bei einem kulinarischen „get together“, dass von der Deutsch Ukrainischen Gesellschaft Bielefeld e.V. und von ADD Bielefeld bereitgestellt wurde, ließen die Teilnehmer*innen den Fachtag ausklingen. Eine stimmungsvolle Atmosphäre an dem Abend zauberten zwei Musikerinnen mit ihren Instrumenten: Naira Arzumanyan (Geige) und Azize Karakuzu (Kanun).

Das KI Bielefeld bedankt sich bei allen Mitwirkenden und Teilnehmer*innen für den Austausch und die eingebrachten Eindrücke und Erfahrungen!