Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte
 
Für die Integration von neuzugewanderten Menschen hat Bildung eine Schlüsselfunktion, sie ist maßgeblich für die gesellschaftliche Teilhabe und den Zugang zum Arbeitsmarkt.


Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung in 2016 eine Förderrichtlinie zur ‚Kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte‘ etabliert. Zielsetzung des Programms ist es, neuzugewanderten Menschen einen raschen Zugang zum (Aus-)Bildungssystem zu ermöglichen und ihre nachhaltige Bildungsbeteiligung in der Kommune zu fördern.


In Bielefeld hat das Team Bildungskoordination seine Arbeit zum 1. März 2017 aufgenommen. Zentrale Aufgabe ist zunächst eine Bestandsaufnahme der Bildungsakteure und bestehender Bildungsangebote für neuzugewanderte Menschen in Bielefeld. Dabei sind bestehende Barrieren, insbesondere auch im Hinblick auf die Gestaltung von Übergängen zwischen den Bildungsstufen, zu identifizieren und zu überbrücken. Dies soll vornehmlich durch die Weiterentwicklung von Kooperationen zwischen den Bildungsakteuren und der Etablierung einer tragfähigen  Organisationsstruktur für das Bielefelder Bildungsnetzwerk erfolgen. Des Weiteren soll gemeinsam mit den Bildungsakteuren ein Konzept zur formalen und non-formalen Kompetenzerfassung mit dem Ziel der möglichen Optimierung der Erst- und Folgeberatung zur Bildungsintegration entwickelt werden.


Das Programm wird in enger Kooperation des Bildungsbüros im Amt für Schule mit dem Kommunalen Integrationszentrum umgesetzt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

 

Die Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung können Sie hier einsehen.

Hier gelangen Sie zum Steckbrief des Projektes.

                                               

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www.bielefeld.de

 

 
Aktuelles
 

 

Broschüre

„Unterstützungsangebote für neu zugewanderte SuS an Berufskollegs“

Im Projekt „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ wurde eine Übersicht der Unterstützungsangebote für neuzugewanderte Schülerinnen und Schüler an Berufskollegs zusammengestellt. Die Übersicht soll Lehrerinnen und Lehrern sowie außerschulischen Pädagoginnen und Pädagogen als Arbeitshilfe dienen.

 

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Hier geht es zur Broschüre "Unterstuetzung neu zugewanderter SuS an Berufskollegs".

 

 
Veranstaltungen
 

 

Dokumentation der Veranstaltung "Bildungsangebote für Neuzugewanderte"

Am 5. Juli 2017 fand im Großen Ratssaal im Neuen Rathaus eine Veranstaltung zu „Bildungsangeboten für Neuzugewanderte in Bielefeld“ statt. Knapp 60 Akteure aus der Bielefelder Bildungslandschaft nahmen das Angebot wahr, sich über Bildungsangebote für Neuzugewanderte auszutauschen.

In einem Impulsvortrag zeigte Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Konflikt- & Gewaltforscher an der Universität Bielefeld, zunächst ganz allgemein Möglichkeiten und Grenzen von Bildung auf. Er legte dabei ein Verständnis von Anerkennung als Schlüsselkategorie für Integration zugrunde und plädierte für eine Bildungslandschaft, die sich in ihren Bildungs- und Integrationsangeboten für Neuzugewanderte sehr viel stärker an individuellen Potenzialen orientieren sollte. Es gelte, „nach Stärken zu suchen, statt nach Schwächen zu fahnden.“ Hier böte sich ein institutioneller Mix möglicher Anerkennungsquellen an, beispielsweise über die Kombination von Sprach- und Sportangeboten. Prof. Dr. Heitmeyer zeigte aber auch sehr deutlich auf, dass die Integrationskraft von Bildung ihre Grenzen insbesondere in sozialräumlicher Segregation, in Unterschichtung und in homogenen Gruppen- und Abschließungsprozessen finde. Er plädierte in diesem Kontext für einen „innerstädtischen Lastenausgleich“, um benachteiligte Bezirke besser für diese Herausforderungen aufstellen zu können.
Im Anschluss an den Vortrag hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei parallel stattfindenden Workshopeinheiten (Ergebnisdokumentation der Workshops), die jede eine bestimmte Lebensphase (Kindheit/Jugend/Erwachsenenalter) in den Blick nahmen, die Gelegenheit, sich zu den Hürden und den Ressourcen, die Anerkennung für Neuzugewanderte behindern bzw. befördern können, auszutauschen. Dieser Austausch erwies sich aufgrund der Zusammenführung ganz verschiedener institutioneller Perspektiven als ausgesprochen fruchtbar. So wurde insbesondere deutlich, dass viele Neuzugewanderte eine hohe Motivation und Bereitschaft mitbringen, Teil der Bielefelder Stadtgesellschaft zu werden und auf engagierte Institutionen treffen. Aufbauend auf dem bestehenden Engagement könnte eine wechselseitige Öffnung auf der Basis von interkulturellem Wissen fortgeführt werden. Allerdings erweisen sich neben der Sprachbarriere u.a. strukturelle Bedingungen der Organisation von Beratung, z.B. ein hoher bürokratischer Aufwand, als hinderlich für die (Bildungs-)Integration von Menschen.

 


Ansprechpartner
 

 

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Meser, Kapriel
Bildungskoordinator
Telefon (05 21) 51 3264
Neues Rathaus/1. Etage/Flur A/Zimmer 310

kapriel.meser@bielefeld.de
 

Dr. Anna Klein
Bildungskoordinatorin
Tel. 0521 51-3266
anna.klein@bielefeld.de


Julia Marth
Bildungskoordinatorin
Tel. 0521 51-3265
julia.marth@bielefeld.de

 



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Zuletzt aktualisiert am 06.11.2017, 12:21:09.