Ausstellung

Wo ist das Paradies?“

lautet die neue Fotoausstellung des bekannten Bielefelder Fotografen Veit Mette im Historischen Museum.

Veit Mette kommentiert seinen persönlichen Blick auf die Bielefelder Migrationsgeschichte und präsentiert sie der Öffentlichkeit. Die Ausstellung wird bis zum 17. Mai im Historischen Museum zu besichtigen sein.

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung, z. B. am 25. April Nachtansichten, können Sie dem folgenden Flyer entnehmen:

Wo_ist_das_Paradies.pdf

Hier gelangen Sie zum Presseartikel der Ausstellungseröffnung: (www.westfalen-blatt.de):

17.04._10_Westfalenblatt.pdf

 

Impressionen der Finnisage mit Talkrunde „Geschichten zur Migration“

im Historischen Museum am Sonntag, 17. Mai um 15.00 Uhr

 

DSCF9813

Die Teilnehmenden tauschen sich zur Vielfalt der Migrationsgeschichten aus Sicht von unterschiedlichen Generationen aus.

Moderiert wurde die Talkrunde von Nilgün Isfendiyar (Kommunales Integrationszentrum).
 

DSCF9836

Veit Mette (v.l.) und Mehmet Ali Ölmez (Integrationsrat)

 

DSCF9851

Meclin Sahan (START-Stipendiatin und Abiturientin) und Timm-Michael Schrolle (Abiturient der Gesamtschule Rosenhöhe)

 


 Praev_Sala

„Wegweiser ist als umfassendes Präventionsprogramm konzipiert“, erläuterte der Minister. „Es setzt früher an und wirkt breiter als ein Aussteigerprogramm. Wegweiser nimmt die Ursachen in den Blick. Wir setzen alles daran, junge Menschen davor zu bewahren, in die Radikalisierungsfalle zu laufen.“

Das vom NRW-Innenministerium initiierte Präventionsnetzwerk wird dezentral vor Ort umgesetzt. Basis des Projektes ist die effektive Vernetzung der lokalen Akteure. „Dieses Vernetzen ist notwendig. Wir entwickeln für gefährdete Jugendliche individuelle Auswege aus den unterschiedlichsten Problemlagen“, sagte Jäger. Netzwerkpartner sind neben lokalen Vereinen und Initiativen auch die örtlichen Jugend- und Sozialämter, städtische Integrationsstellen sowie Vertreter der Sozialverbände, Moscheegemeinden, der Familienberatung, der Jobcenter und der Polizei.

Alle Netzwerkpartner kooperieren auf Augenhöhe. Ihre Hilfsangebote sind umfassend. Hilfe bei schulischen Problemen gehört ebenso dazu wie psychologische Beratung oder Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche. „Mit „Wegweiser“ ist es uns gelungen, wichtige Stellen und Ansprechpartner erfolgreich zusammenzubringen. Das ist ein neuer und richtiger Ansatz“, sagte Jäger.

Wichtig ist auch der religiöse Dialog mit den Moscheegemeinden. „Es geht um junge Menschen, die religiöse Antworten auf ihre Fragen suchen. „Wegweiser“ akzeptiert religiöse Überzeugungen, aber keine Gewalt zur Durchsetzung extremistischer Ziele“, betonte Jäger. Gleichzeitig stellte er klar: „Die große Mehrheit der hier lebenden muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger verurteilt den gewaltbereiten Salafismus.“

„Wegweiser“ richtet sich auch an das Umfeld der betroffenen Jugendlichen. „Eltern, Geschwister, Freunde und Lehrer erkennen meist zuerst, wenn sich jemand verändert. Ihnen bietet der Betreuer von „Wegweiser“ schnelle und umfassende Beratung“, erläuterte der Minister.

 


 

Ein Beitrag zur Demokratie
Stadt eröffnet im Rathaus ein kommunales Integrationszentrum

 

BAF_9878

 

GemeinsameFreude: Andreas Zick (Uni), Nilgün Isfendiyar (Integrationszentrum)
und Karl-Heinz Voßhans(Amtsleiter),v. l. FOTO: B. FRANKE

Eröffnung Kommunales Integrationszentrum Bielefeld

Am 19. September 2013 wurde das neu gegründete Kommunale Integrationszentrum mit einer Feier eröffnet.

Zu den ca. 250 geladenen Gästen gehörten Leitungen der Kindertageseinrichtungen, der Schulen, der städtischen Ämter, sowie der Landesbehörden, Träger der Integrationsarbeit in Bielefeld, Kooperationspartnerinnen und -partner aus mannigfaltigen Arbeitszusammenhängen.

Das KI – Bielefeld ist eines von fast 50 Zentren in ganz Nordrhein-Westfalen. Das Besondere hier ist, dass das KI ein Teil des Amtes für Integration bildet und die erfolgreiche Integrationsarbeit des Amtes fortsetzen kann.

Nach der kurzweiligen Eröffnungsrede des Amtsleiters Herrn Voßhans und einer Anmoderation durch die Leiterin des KI Frau Isfendiyar wurde das Tagesprogramm mit einem besonderen Geschenk des Prof. Dr. Andreas Zick vom Institut für Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld fortgesetzt. Prof. Dr. Zick brachte dem neu gegründeten KI „seine Zeit“ als Geschenk mit  – eine in der immer hektischer werdenden Gesellschaft knappe Ressource.

Nach dem abwechslungsreichen und engagiert-anregenden Fachvortrag konnten die Gäste untereinander und mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des KI ins Gespräch kommen.

Einige Gäste haben dem KI – Bielefeld folgende Rückmeldungen/Anregungen mit auf den Weg gegeben:
•Der offene Austausch und kollegiale Beratung hat mir immer sehr geholfen bei meiner Arbeit an der „Front“. Vielen Dank und weiter so!!!
•Bitte mobiles „KOMM IN“ die Stadtteile!
•Genauso wollte ich’s auch anregen.
•Zugewanderte Schülerinnen und Schüler an Gymnasien aufnehmen: Auffang-/Förderklassen!!
• „KiTa ohne Rassismus/Kita mit Courage“ fehlt noch!

Nach diesem gelungenen Nachmittag bleibt allen Beteiligten sehr viel zu tun!

 

 EF_Gruppe_01


 

START

Das Schülerstipendienprogramm für engagierte Jugendliche mit Migrationshintergrund


Engagement, Talent und Leistungsbereitschaft sollten sich unabhängig von Herkunft, Status und Umgebung entfalten und unsere Gesellschaft bereichern können. Das Stipendienprogramm START begleitet engagierte Jugendliche mit Migrationshintergrund auf ihrem Weg zu einem höheren Schulabschluss, fördert ihr gesellschaftliches Engagement und möchte damit ihre Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe erhöhen. START will junge Menschen bei ihrer Entwicklung unterstützen – als Beitrag zu mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit in Deutschland, als Ansporn zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und als Investition in die Zukunft.“ (Aus: http://www.start-stiftung.de/stipendium.html)


Das START-Stipendienprogramm bietet eine finanzielle Unterstützung und ein vielseitiges, umfassendes Bildungsprogramm  an. Das Gemeinschaftsgefühl ist für die Stipendiaten sehr prägend in ihrer mindestens drei Jahre dauernden Förderung.
Auch im Jahre 2013 wurden drei engagierte und ehrgeizige Jugendliche aus Bielefeld neu in das Programm aufgenommen.


Das Kommunale Integrationszentrum Bielefeld ist ein lokaler Kooperationspartner der START-Stiftung. Ansprechpartnerinnen für die Bielefelder Schülerinnen und Schüler sind
Nilgün Isfendiyar, 0521-51 3788, nilguen.isfendiyar@bielefeld.de
Bärbel Beninde, 0521-51 6159, baerbel.beninde@bielefeld.de


Für das Land Nordrhein-Westfalen ist Ulrich Schulze der Ansprechpartner:
Landeskoordinator START in Nordrhein-Westfalen, Zentrum für Integration, Bildung und Kulturelle Vielfalt, Tel. +49 (2 02) 5 63 27 98, Mobil: +49 (1 51) 19 54 04 95, E-Mail: ulrich.schultze@stadt.wuppertal.de.

 

Presseartikel:

"Bielefeld als bunte Einwanderungsstadt"

Start_Sti_2013_1

Autorin Lina Eisermann, Foto: "Empfang im Rathaus", Fotografin Lina Eisermann, Neue Westfälische,
Lokalausgabe Bielefeld vom 01.11.2013

"Mit Unterstützung zum Abitur"

56 Schüler in NRW erhalten ein Start-Stipendium – drei von ihnen kommen aus Bielefeld

Abitur.pdf

Autorin Katy Hackel, nebst Foto " Schüler mit Potenzial" Fotografin Katy Hackel, Neue Westfälische, Lokalausgabe Bielefeld vom15.10.2013


Begabtenförderung für Muslime


Avicenna-Studienwerk startet mit der ersten Bewerbungsphase

Zum Wintersemester 2014/15 vergibt das Avicenna-Studienwerk erstmals rund 50 Stipendien an muslimische Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen.

Das Ziel des Avicenna-Studienwerkes ist, leistungsstarke und sozial engagierte muslimische Studierende und Promovierende durch Stipendien finanziell und ideell zu fördern. Stipendiaten können mit einem monatlichen Stipendium von bis zu 670 Euro und einem zusätzlichen Büchergeld in Höhe von 300 Euro gefördert werden. Promovierende bekommen 1050 Euro im Monat. Im Rahmen des ideellen Programms werden fachliche Exzellenz, die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung sowie stipendiatisches Engagement gezielt gefördert.

Abiturienten, Studierende sowie Promovierende können sich bis zum 30. April 2014 um ein Stipendium bewerben.
Informationen zum Stipendienprogramm und den Bewerbungsmöglichkeiten finden Sie unter: www.avicenna-studienwerk.de.
Besuchen Sie uns auch auf Facebook unter: www.facebook.com/AvicennaStudienwerk


Fachtag:
Schreiben lernen in mehrsprachigen Gruppen

Donnerstag, den 27. März 2014

13.00 – ca. 17.00 Uhr

Bielefeld, Altes Rathaus
Rochdale - Raum

Der Fachtag: Schreiben lernen in mehrsprachigen Gruppen richtet sich insbesondere an Lehrerinnen bzw. Lehrer und an Fachkräfte, die in den unterschiedlichen schulischen Einrichtungen (Auffang- und Vorbereitungsklassen, Alphabetisierungsklassen, Regelklassen) oder in der individuellen sprachlichen Förderung von sogenannten schulischen Seiteneinsteigerinnen bzw. Seiteneinsteigern tätig sind und an Lehrkräfte des Herkunftssprachenunterrichts.

Das Kommunale Integrationszentrum bietet mit diesem Nachmittag eine umfassende Fortbildungsveranstaltung zur sprachlichen Förderung an. Nach einem Fachreferat zum Einstieg werden in workshops verschiedene Aspekte des Schwerpunktthemas vertiefend behandelt.

Ablauf

13.00 Uhr    Begrüßung / Information

13.15 Uhr   Einstiegsreferat: Schreiben lernen in mehrsprachigen Gruppen

                                         Ingrid Weis

                                         Uni Essen / Pro DaZ

14.45 Uhr   Pause

15.15 – ca. 17.00 Uhr Arbeit in Workshops
  
1. Alphabetisierung - Schreiben und Lesen lernen

    Ingrid Weis
    Uni Essen / Pro DaZ

 

2. Generatives Schreiben:
    Kreative Sprachvermittlung bei neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern

    Dr. Gerlind Belke
    Autorin

3. Schreiben im naturwissenschaftlichen Fachunterricht -Sekundarstufe I-

    Heidi Baatz
    Gesamtschule Rosenhöhe / Bielefeld

 

4. Kreatives Schreiben in der Schule

    Dr. Beatrix Hinrichs
    Universität Bielefeld

Anmeldungen bis zum 17.03.2014 an das Kommunale Integrationszentrum online direkt hier

Am 14. März 2012 fand unser Projekttag "Vielfalt in Schule gestalten" für Lehrkräfte und zukünftige Lehrkräfte in Kooperation mit dem Integrationsrat der Stadt Bielefeld, dem Ministerium für Schule und Weiterentwicklung des Landes Nordrhein-Westfalen, dem NRW Netzwerk Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte und der Universität Bielefeld statt.
 



Hier gelangen Sie zu unserer Dokumentation


 Dokumentation.pdf Dokumentation.pdf                                                              ESD_powerpoint_workshop.pdf

 zick_bielefeld1432012__folien_.pdf                               

 Grundlagen_Mehrsprachigkeit_und__Bildungssprache_Bielefeld_2012_1_.pdf

 Vielfalt_WS_14_03.pdf

 Thesen_zur_Mehrsprachigkeit_Bielefeld2012.pdf

 PPVortragRAABi14.3.2012LehrkrmitMhg..pdf

 

 


Bielefeld engagiert sich Machen Sie mit


Erfolgreiche Integration braucht Menschen und Organisationen, die sich einsetzen und Verantwortung übernehmen. Mit dem vom Bielefelder Integrationsrat, der Stockmeier Stiftung und dem Amt für Integration und interkulturelle Angelegenheiten errichteten Bielefelder Integrationspreis sollen Bielefelder Einzelpersonen, Organisationen und Einrichtungen gewürdigt und ausgezeichnet werden, die sich besonders engagiert, innovativ und vorbildlich für die Integration der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Bielefeld einsetzen. Besonders beachtet werden Initiativen zur Förderung eines toleranten, gleichberechtigten Zusammenlebens von Einheimischen und Zugewanderten, sowie zur Förderung der Bildungschancen sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher mit Migrationshintergrund in Bielefeld.
Der Preis ist insgesamt mit 10.000 € dotiert und wird jährlich vergeben. Schirmherr ist Oberbürgermeister Pit
Clausen.

 


 

Eltern-Schule-Dialog in Grundschulen

Der Eltern-Schule-Dialog ist ein Projekt für Eltern mit Migrationshintergrund in den Grundschulen. Das Projekt umfasst in seiner Gesamtheit sieben bis zehn Termine mit verschiedenen schulischen und erzieherischen Themen. Die Themen (Mehrsprachigkeit, Hausaufgaben, Übergang in die Sekundarstufe I, Elternmitwirkung etc.) werden von einer Referentin einem Referenten in Deutsch vorgestellt und bei Bedarf von den Mitarbeiterinnen der RAA ins Türkische, Kurdische und Russische übersetzt.
Die Ziele des Projektes sind:

•die Eltern zu unterstützen, das schulische Lernen ihrer Kinder intensiv zu begleiten und zu fördern
•die Eltern als Partner der Schule und Kinder zu gewinnen
•den Zugang zu Informationen über das System Schule, schulische Maßnahmen und pädagogische Konzepte durch muttersprachliche Begleitung zu erleichtern
•falsche Erwartungen seitens der Schule und der Eltern zu beseitigen
•Interesse und Bereitschaft zur engagierten Mitarbeit zu wecken
•Schulspezifische Maßnahmen sowie deren pädagogische Konzepte werden in den entsprechenden Kontext gestellt und dadurch für Eltern verständlicher gemacht. Für die Eltern bietet sich die Möglichkeit für Rückfragen und zum gegenseitigen Austausch.
Das Projekt wurde im letzten Jahr zum 15.10.08 an der Stiftsschule erneut aufgenommen.
Weitere Informationen sind unter der folgenden E-mail Adresse nachzulesen.

Homepage der Stiftsschule
Zuletzt fand der Eltern-Schule-Dialog am 12.02.09 an der Hellingskampschule statt.
Weitere Informationen sind unter der folgenden E-mail Adresse nachzulesen.
Homepage der Hellingskampschule

Zuletzt fand der Eltern-Schule-Dialog am 12.02.09 an der Hellingskampschule statt.
Weitere Informationen sind unter der folgenden E-mail Adresse nachzulesen.ZuZUUzzzuuu

 


 

Miteinander reden, miteinander leben.

Sprachförderung. Gut für Bielefeld.

Ein Integrationsbeitrag zwei Jahre vor der Einschulung

Das Sprachförderprojekt wurde durch die Universität Bielefeld - Fakultät für Linguistik und Literaturwisenschaft - mittels einer Breiten- und Tiefenanalyse wissenschaftlich begleitet.

 

Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung des Westfalenblattes vom 07.07.2011  Deutsch.pdf

www.westfalenblatt.de

Lesen Sie auch den zeitungsartikel aus der Neuen Westfälischen, Bielefelder Tagesblatt, Nr. 157 vom 09. Juli 2011, Autos: Uwe Pollmeier

 Immer_weniger_Kinder_090711.pdf


Integration als Chance für Nordrhein-Westfalen und seine Kommunen

Potenziale nutzen – aus Erfahrungen lernen


Hier der link zur Broschüre:

http://www.integration.nrw.de/projekte_k ... Integration_als_Chance_end.pdf

Die Broschüre kann auch beim KfI bestellt werden, Email: dietmar.faltus@bra.nrw.de.
 


 

"Schule ohne Eltern ist wie Segeln ohne Wind“ – eine Fachtagung der RAA

Mit der Fachtagung am 26. Mai  2011  „Alle Eltern sind erreichbar. MitWirkung – Kooperation zwischen Schule und Elternhaus in der Einwanderungsgesellschaft“ im Alten Rathaus traf das Amt für Integration und interkulturelle Angelegenheiten- RAA in Kooperation mit dem Bielefelder Arbeitskreis Eltern und dem Integrationsrat  auf große Resonanz.

Nicht nur die hohe Teilnehmerzahl von über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sondern auch die gute Mischung von einem Drittel Lehrkräften aus allen Schulformen, einem  Drittel Fachkräften aus Kindertagesstätten und einem Drittel Fachkräften aus dem außerschulischen Bildungsbereich zeigt: die Erziehungspartnerschaft zwischen KiTa/Schule und Elternhaus brennt unter den Nägeln.


Herr Prof. Dr. Sacher, em., Lehrstuhl für Schulpädagogik an der Universität Erlangen- Nürnberg hat mit seinem über einstündigen Vortrag und seinen provozierenden und gleichzeitig eingängigen Thesen wie: „Schule ohne Eltern ist wie Segeln ohne Wind“ und: „alle Eltern sind erreichbar“ die wichtigsten Bedingungen für eine effektive Zusammenarbeit mit Eltern heraus gestellt. Zum Beispiel erläuterte er, dass die Beziehung zwischen Schule und Elternhaus stärker durch die Schichtzugehörigkeit beeinflusst wird als durch kulturelle n Hintergrund, dass viele Signale des Nicht-Willkommen-Seins von Schule an die Eltern ausgehen, dass tatsächliche Elternmitbestimmung nicht so gerne gesehen wird, denn das hieße Macht zu teilen.

Im Anschluss wurden  in vier verschiedenen Workshops die Thesen mit Expertinnen und Experten vertieft z.B.  welche Kontaktbarrieren für Eltern und Lehrkräfte es in der Praxis gibt, und wie diese überwunden werden können. Außerdem wurde über Mittler zwischen Eltern und Schule wie bspw. Migrantenorganisationen oder Elternvereine diskutiert und über die Frage, wie Eltern motiviert werden können, ihre Ressourcen einzubringen und mitzuwirken.

Die Auswertung zur Tagung zeigt: es besteht ein hoher Bedarf an Vertiefung und praktischen Beispielen


Ansprechpartnerin: Gabriele Sonnenberg, Tel.: 0521/518123

Die Dokumention zu der Fachtagung finden Sie unter folgendem Link:

Dokumentation


„Exoten im Klassenzimmer?!“

Am Montag, den 27. Juni 2011 fand die Veranstaltung „Exoten im Klassenzimmer?!“ im Alten Rathaus statt. Die Informationsveranstaltung zum Netzwerk der Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte wurde vom Amt für Integration und interkulturelle Angelegenheiten- RAA in Kooperation mit dem Bildungsbüro Bielefeld, dem Netzwerk NRW und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung durchgeführt.

Fast 50 Lehrkräfte aus unterschiedlichen Schulen, mit unterschiedlichen Unterrichtsfächern und unterschiedlichen sprachlich-kulturellen Hintergründen wurden von Frau Dr. Antonietta Zeoli als Koordinatorin des Netzwerks und Herrn Cahit Basar als Sprecher des Netzwerks über die Arbeitsweise umfassend informiert. Herr Edwin Stiller vom Ministerium berichtete, wie aus 5 Lehrkräften und ihm aufgegriffene Idee zu einem fast 500 Mitglieder zählendem Gremium in NRW geführt hat. Ziel ist es, die Schülerschaft in ihrer kulturellen Vielfalt auch Lehrerinnen und Lehrern gegenüber zu stellen, die mit ihrer Bildungsbiographie und eigenen Erfahrungen an Mehrsprachigkeit als Vorbilder dienen.

In den Arbeitsgruppen wurde über die Rolle der Lehrkräfte als Mittler zwischen Elternhaus und Schule, als Vorbild für die Schülerinnen und Schüler, über Qualifizierung, Weiterbildung der Lehrkräfte und über die Vernetzung vor Ort in Bielefeld diskutiert.

Es soll demnächst ein Stammtisch und eine ganztägige Veranstaltung für die Lehrkräfte organisiert werden.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen und weitere Informationen folgen in Kürze.
 RAA_Bielefeld.pdf

 

 Arbeitsgruppenergebnisse.pdf

 Ergebnisse_der_Arbeitsgruppen.pdf

 

P1040989
P1040998
P1050013
P1050028


Eltern experimentieren für ihre Kinder
„Eltern-Uni 2011“
Das Projekt „Eltern experimentieren für ihre Kinder“ findet seit Anfang 2011 in der Universität Bielefeld statt. Eltern mit und ohne Migrationshintergrund führen in der Universität naturwissenschaftliche Experimente durch, die sie später an ihre Kinder weitergeben und mit Ihnen ausprobieren können.

Frau Wehmeier und Frau Prof. Dr. Lück von der Universität Bielefeld begleiten das Projekt. Sie stellen den Eltern in Gruppen zunächst naturwissenschaftliche Experimente im Labor vor, für die vor allem haushaltsübliche Materialien wie Salz, Zucker, Tinte o. Ä. benötigt werden. Anschließend haben die Eltern Zeit, die Experimente durchzuführen.

Um die Experimente mit den eigenen Kindern zu Hause ausprobieren zu können, erhalten die Eltern ein Heft, in dem alle Experimente mit den dazugehörigen Materialien schrittweise beschrieben werden.
Eine Mutter der ersten Veranstaltung berichtete, dass Sie einige Kinder zu sich eingeladen hatte, weil die Kinder unbedingt die naturwissenschaftlichen Experimente ausprobieren wollten. Die Mutter erwähnte, dass auch deutsche Kinder bei ihr zu Hause waren, was sonst eher ungewöhnlich sei.
Frau Yilmazer ist die Initiatorin des Projekts. Sie beabsichtigt, neben der Verbreitung von Bildungsangeboten im Freizeitbereich, die Universität für die Eltern und Kinder bekannt und attraktiver zu machen. „Viele Eltern wissen nicht einmal, dass es in Bielefeld eine Universität gibt“, so Frau Yilmazer. „Wenn mehr Eltern an Bildungsangeboten, wie über die Universität, partizipieren, so haben auch ihre Kinder etwas davon. So haben einige Mütter bereits kurz nach der Veranstaltung ihr Kind für die Kinder-Uni angemeldet.“

 

f56c9464861548ab0.jpg

 

 


Interkulturelle Lesewerkstatt


Das Projekt "Interkulturelle Lesewerkstatt" findet seit dem Schuljahr 2006/07 im Rahmen der Sprachförderung im Primarbereich statt. Dazu kooperiert die RAA mit dem an diesem Projekt interessierten Bielefelder Grundschulen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird das Projekt an drei Schulen im Rahmen der Offenen Ganztagsschule durchgeführt. Mit diesem Projekt will die RAA Bielefeld zur Förderung von Lesemotivation und Lesekompetenz beitragen.

Es werden ganz gezielt Bücher mit interkulturellen Inhalten, die eine Übersetzung in eine oder mehrere Sprachen enthalten, ausgewählt. Die Bücher werden von den Mitarbeiter/-innen im Wechsel der verschiedenen Sprachen und von den Kindern selbst gelesen und vorgelesen. Die Inhalte werden schwerpunktmäßig diskutiert und in szenisches Spiel umgesetzt. Mit den Methoden der szenischen Darstellung und der bildnerischen Gestaltung setzen sich die Kinder auf kreative Weise mit dem Text auseinander. Gleichzeitig ist es eine ausgesprochen geeignete Methode zur Sprachförderung und zum Erwerb von Deutsch als Zweitsprache.
Die Lesegruppen bestehen sowohl aus deutschen Kindern als auch aus Kindern mit Migrationshintergrund, was für alle keine neue Situation ist , aber zu einer bewussteren Erfahrung wird. Die Kinder erzählen, aus welchem Land sie selbst oder ihre Eltern kommen und welche Sprachen sie zu Hause sprechen. Deutlich wird in diesem Zusammenhang, dass Kinder mit Migrationshintergrund über mindestens zwei Sprachen verfügen. Mehrsprachigkeit wird wertgeschätzt.
 


 

Interkulturelle Kunst- und Kulturprojekte

Die "interkulturelle Schülerkunstwerkstatt" besteht seit 2006 und wurde als Kooperationsprojekt der RAA mit der Stadtteilbibliothek Brackwede zuerst in der Marktschule durchgeführt. Seit August 2007 wird das Projekt im Rahmen des Programms "Kunst und Schule" des Landes NRW an der Marktschule gefördert und in der Lutherschule vom AWO-Kreisverband als Träger des Ganztagsangebots an Hauptschulen mitfinanziert und unterstützt.
Unter Anleitung einer in Bielefeld lebenden griechischen Künstlerin bearbeiten Schüler/-innen der 5. und 6. Klasse mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln interkulturelle Themen.

Die Förderung dieser Talente und Potenziale ist aber nur ein Teil der "interkulturellen Schülerkunstwerkstatt". Durch die Erweiterung der künstlerischen Ausdruckfähigkeit werden auch das Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit der Kinder gestärkt. Und nebenbei erweitern sie ihren Wortschatz, denn bevor die Kinder mit Pinsel und Farbe beginnen, wird über das Thema und seine Umsetzung gesprochen.
An den Kurs schließt sich jeweils eine 4wöchige Ausstellung beider Schulen in der Stadtteilbibliothek Brackwede an. Hier stellen die Kinder ihre Arbeit einem größeren Publikum und der Presse selbst vor und gestalten die Veranstaltung mit zusätzlichen künstlerischen Beiträgen.


 

Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage (SoR/SmC); OWL-Koordination

"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage (SoR-SmC) ist ein Projekt von und für Schülerinnen und Schüler, die gegen allen Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, aktiv vorgehen und einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft leisten wollen". SoR-SmC ist ein Projekt von Aktion Courage e. V. Geleitet wird dieses von der Bundeskoordination in Berlin.
Um die Schulen bei der Durchführung von Projekten besser unterstützen zu können, wurden Landes- und Regionalkoordinationen gebildet. Für das Land Nordrhein-Westfalen ist das seit Herbst 2004 die Hauptstelle RAA in Essen; die Regionalkoordination Ostwestfalen-Lippe hat die RAA Bielefeld übernommen. Eingebunden sind auch eine Vielzahl von Kooperationspartnern, zu denen auch der Verbund RAA-NRW gehört.
Bundesweit gehören 383 Schulen, im Land Nordrhein-Westfalen 104 Schulen, dem Projekt SoR-SmC an. In Bielefeld sind es drei Schulen; in Klammern jeweils der Pate / die Patin:
               - Realschule Heepen (Herr Oberbürgermeister David)
               - Rudolf-Steiner-Schule (Herr Hannes Jaennike)
               - Theodor-Heuss-Realschule (DSC Arminia)
Ausführliche Informationen zum Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage finden Sie auf der  Homepage SoR/SmC .

 


 

Interkulturelles Elternprojekt in der KiTa Kammerich

Nadire Yilmazer vom Amt für Integration - Kommunales Integrationszentrum berät Eltern mit Migrationshintergrund regelmäßig in Kindertageseinrichtungen zu Erziehungs- und Bildungsfragen. Diese Beratung findet auch im Elterncafé der Kindertageseinrichtung Kammerich statt. Hier unterstützt Frau Yilmazer die Eltern besonders darin, wie sie ihre Kinder zuhause in ihrer sprachlichen Entwicklung fördern können. Neben der Literatur aus den Herkunftssprachen der Familien beschäftigen sich die Eltern zunehmend mit deutschsprachiger Literatur.

Die Idee, das Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“ ihren Kindern nicht nur vorzulesen, sondern auch vorzuspielen, nahm unter den beteiligten Müttern bald Gestalt an.  Vier Wochen lang wurde intensiv gearbeitet, um das Projekt ohne finanzielle Mittel umzusetzen. In Eigenregie schrieben die vornehmlich türkischen Frauen das Drehbuch, bastelten die Kulissen, schneiderten Verkleidungen, übten ihre Rollen ein und probten die Aufführung mit der Vorleserin. Ob es um die Betreuung der Geschwisterkinder oder das Organisieren von Requisiten und Räumen ging, auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KiTa Kammerich konnten sich die Mütter immer verlassen.  Bei der Aufführung äußerte sich Dorothee Oertgen (KiTa-Leiterin) beeindruckt über das Projekt und lobte das außerordentlich große Engagement der Frauen für alle Kinder in der KiTa.  Von den Kindern wurde das Theaterspiel begeistert aufgenommen. Während des Spiels tauchten sie in eine Phantasiewelt ein und hatten schnell vergessen, dass hinter den Kostümen vom Wolf und den Geißlein ihre eigenen Mütter steckten. Es war Ihnen anzusehen, wie sie um die Geißlein bangten und wie erleichtert sie aufatmeten, als der Wolf im Brunnen verschwand.  Ihre Freude steigerte sich noch, als sie zum Abschluss ein Päckchen geschenkt bekamen, das von den Eltern gespendet worden und mit dem jeweiligen Namen des Kindes persönlich gekennzeichnet war.  Dass die Freude bei den Erwachsenen mindestens ebenso groß war, wie bei den Kindern zeigt sich in der Aussage einer Mitspielerin: „Erst wollte ich gar nicht mitmachen, aber dann hat es mir soviel Spaß gemacht, dass ich auch gerne eine „größere Rolle“ spielen würde.“  Gelegenheiten dazu werden sich eventuell in naher Zukunft ergeben. Andere Kindertageseinrichtungen haben bereits ihr Interesse daran geäußert, dass das Märchen in ihrer KiTa aufgeführt werden soll.
 

2842a5fc412aa400c.jpg

 

 

                       

 

 

 



Seite empfehlen | Druckansicht | Fehlermeldung oder Verbesserungsvorschlag?

Bitte hier einloggen: Log In

Zuletzt aktualisiert am 11.04.2016, 10:00:30.